Mit Kinderaugen gesehen kann Piacenza zu einem Abenteuer werden: Innerhalb der Stadtmauern gibt es eine familienfreundliche Altstadt mit Spielplätzen für Kids entlang der alten Mauern. Und im Palazzo Farnese gibt es einige sehr interessante Sammlungen, die man mit der Familie besichtigen kann.
Am besten beginnen Sie damit, in den Bauch des riesigen Palastes hinabzusteigen und das Kutschenmuseum mit seinen königlichen Fahrzeugen, Postkutschen, Sportkutschen, Feuerwehrwagen und eleganten Sänften zu besuchen. Im Palazzo Farnese gibt es außerdem das Kleine Museum für Naturgeschichte mit bunten Steinen, Fossilen, Muscheln und Tieren.
Das Abenteuer geht weiter auf der Suche nach dem Schloss und dem Märchenpark, einer von Wald umgebenen Burg, in der man sich von kostümierten Figuren in die Vergangenheit zurückversetzen lassen kann.
Das letzte Ziel unseres Ausflugs liegt inmitten sanfter Hügel: Im Ort Castell'Arquato können Sie eine Zeitreise in die Vergangenheit machen. In den Gassen, die von niedrigen Häusern gesäumt sind, kann man in den Steinen der Häuser jede Menge Muschelfossilien entdecken.
Zum Abschluss gibt es noch eine Überraschung: Im Geologischen Museum Cortesi kann man des ehemalige Leben im Meer entdecken. Hier sind Fossilien von Delfinen, Krebsen und sogar Walen zu sehen!
Der Ausgangspunkt unseres Rundgangs ist der grandiose Palazzo Farnese, in dem die Städtischen Museen untergebracht sind.
Sehenswürdigkeiten
Im Ausstellungsbereich des Palastes befindet sich das Kleine Naturhistorische Museum mit seinen wertvollen Sammlungen von Mineralien und Muschelfossilien sowie etwa zwanzig Tieren aus aller Welt, von denen einige zum ersten Mal zu sehen sind.
Nach der Erkundung der Natur geht es weiter mit der Geschichte: In den Kellerräumen des Palazzo Farnese befindet sich eine umfangreiche und vielfältige Kutschensammlung: Königs-, Adels- und Sportkutschen, aber auch ein sizilianischer Karren, ein Feuerwehrwagen und einige Sänften.
Für Neugierige: In den anderen Sammlungen der Museen gibt es jede Menge zu entdecken: Waffen und Rüstungen, das "Tondo" (ein kreisrundes Gemälde), das keinem Geringeren als Botticelli zugeschrieben wird, sowie Gemälde, die die Familie Farnese würdigen, und das Archäologische Museum, in dem unter anderem die sog. etruskische Leber ausgestellt ist.
Angesichts des Umfangs der Sammlungen und ihrer Aufteilung in verschiedene Abteilungen ist es möglich, den Besuch des Palazzo Farnese auf den Vormittag und den Nachmittag aufzuteilen.
Tipp
Beim Schlendern durch die Altstadt mit ihren engen Gassen, die noch dem alten römischen Raster folgen, kann man Kirchen und Palazzi bewundern, aber man bekommt auch Hunger! Lassen Sie sich die leckeren Spezialitäten in einer der traditionellen Trattorien schmecken. Oder probieren Sie zumindest ein Batarò, ein typisches Fladenbrot, das zusammen mit den Schinken- und Wurstwaren von Piacenza garantiert jeden Gaumen zufriedenstellt.
Am nächsten Morgen lassen wir Piacenza hinter uns und fahren auf der Strada Farnesiana aufs Land hinaus bis zu den Toren von Carpaneto Piacentino.
Kurz vor dem Ortseingang biegen wir rechts ab und beginnen, in die Hügel mit ihren sanften Wellen hinaufzufahren: Langsam kommen die die Umrisse der Burg von Gropparello in den Blick. Besichtigen kann man die Räume in der Beletage, den Bergfried und die Wehrgänge.
Interessant ist auch die Musikinstrumenten-Sammlung.
Kuriosität
Sobald man die Tore der Burg öffnet, betritt man im Park eine Welt der Märchen und Krieger, die die Besucher erwarten und sie auf den Waldwegen in ihre fantastische Fabelwelt mit hineinziehen. Aber... Vorsicht vor Gespenstern! Es heißt nämlich, dass der Geist eines jungen Mädchens, das im Kerker eingesperrt war und dort gestorben ist, in windigen Nächten immer noch um Hilfe ruft.
Der letzte Halt auf unserer Route ist der malerische mittelalterliche Ort Castell'Arquato im Arda-Tal. Er zählt zu den schönsten Dörfern Italiens und verzaubert durch seine verwinkelten Straßen und Gassen, die an seine mittelalterliche Gründung erinnern.
Sehenswürdigkeiten
Tipp
Probieren Sie zum Mittagessen die Chisolini (aus einem Teig aus Wasser, Mehl, Schmalz und Hefe, der in rechteckige Formen geschnitten und frittiert wird) mit lokalen Schinken- und Salamispezialitäten, Anolini alla valdardese und Torta di Vigolo. Am besten trinken Sie (natürlich nur die Erwachsenen) dazu einen der vielen lokalen Weine. Castell'Arquato liegt nämlich in den Hügeln, auf denen einige der berühmtesten Weine der Gegend produziert werden, wie Monterosso Val D'Arda, Gutturnio, Malvasia und Ortrugo.
Nach dem Mittagessen oder am Ende des Tages können Sie einen Spaziergang an der Arda machen, die an Regentagen immer noch kleine Fossilienreste hervorbringt.