Cervia, die Salzstadt

Auf der Suche nach dem weißen Gold zwischen Orten und Traditionen

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Ein Rundgang zum Entdecken der mit dem Salzabbau in den Salinen verbundenen Seele von Cervia, zu den Orten, an denen diese Vergangenheit noch heute spürbar ist. Ideal für alle, die sich für die Geschichte und Traditionen der Orte, die sie besuchen, interessieren.

Es handelt sich um eine ebene Strecke von ca. 2 km, die vom historischen Zentrum mit den wichtigen Gebäuden, die das Leben der Salzarbeiter prägten, über die landschaftlich reizvolle Naturoase mit ihrem reichen Schatz an Wasservögeln, Tieren und Pflanzen bis hin zu den alten Salinen von Camillone führt, wo das Salz noch von Hand "geerntet" wird.

  • web.Dauer
    24 Stunden
  • web.Interessen
    Adriakueste
  • web.Zielgruppe
    Freunde/Alleine,Paare
  • Erste Etappe- San Michele-Turm Cervia

    Der Rundgang beginnt am San Michele-Turm, der zwischen 1689 und 1691 in der Nähe der Salzlagerhalle (Magazzino del Sale Torre) erbaut wurde, um die Stadt vor Piratenangriffen zu schützen, vor allem aber, um die Salzreserven, das sog. weiße Gold, zu schützen.

    Der Turm wurde auf Anordnung des Grafen Michelangelo Maffei, Schatzmeister der Romagna, errichtet und ist dem Erzengel Michael geweiht, wie die Relieffliese über dem Eingangstor bezeugt.

    Er scheint wie andere Küstentürme im Kirchenstaat nach einem alten Entwurf von Michelangelo gebaut worden zu sein.

    Zum Zeitpunkt seiner Errichtung lag die Küstenlinie einige hundert Meter weiter landeinwärts als heute. Es ist daher anzunehmen, dass der Turm mehr oder weniger direkt am Meer stand, in der Nähe der Hafenmündung.

    Das oberste Stockwerk des Turms ist im Rahmen von Führungen zugänglich.
    Im 1. Stock befindet sich die Touristeninformation von Cervia.

  • Zweite Etappe - Magazzini del Sale und MUSA Cervia

    Neben dem Turm befindet sich die Salzlagerhalle Torre aus dem Jahr 1691, während auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals das Salzlager Darsena aus dem Jahr 1712 steht.

    Beide sind eines der besten Beispiele für Industriearchäologie im Gebiet von Cervia.

    Die Salzlagerhalle Torre wurde auf Veranlassung des Schatzmeisters der Romagna Michelangelo Maffei gebaut, um die Lagerung des in den Salinen gewonnenen Salzes zu gewährleisten. Von hier aus wurde das Salz nach einer ersten Reinigung und Trocknung in die Darsena-Salzlagerhalle transportiert.

    Heute ist in der Salzlagerhalle Torre mit ihren imposanten rechteckigen Bögen nicht nur einen Ausstellungsraum, sondern auch das MUSA - Museo del Sale (Salzmuseum) untergebracht: ein lebendiges Museum, das die Erinnerung an die Arbeit in den Salinen durch Dokumente, Werkzeuge und Fotos wach hält, die von der besonderen Umgebung und der Salzproduktion zeugen.

  • Dritte Etappe - Das Quadrilatero und das neue Cervia Cervia

    Wenn man am Kanalhafen entlang nach Westen geht und dann an der Brücke links abbiegt, gelangt man ins Zentrum des "Quadrilatero", des geplant geschaffenen Vierecks, welches das neue Cervia bildet.

    Die neue Stadt wurde zwischen 1698 und 1714 erbaut, als die Lebensbedingungen in Cervia Vecchia, das inmitten der Salinen lag, zu ungesund geworden waren und die Einwohner durch Malaria dezimiert wurden.

    Die neue Stadt hatte die typische Form eines Vierecks von neu angelegten Städten, d. h. sie wurde nach einem bestimmten Plan errichtet: Außen herum befanden sich die Häuser der Salzarbeiter, die als Stadtmauern fungierten, während im Zentrum die Häuser der Wohlhabenden und der lokalen Behörden und Würdenträger standen.

    In Anbetracht des Wohnungsmangels wurde 1790 zu diesen ersten Wohnungen das Borgo dei salinari oder Borgo Saffi hinzugefügt. Im Quadrilatero gibt es mehrere Gebäude und Sehenswürdigkeiten zu bewundern.

    Im Herzen von Cervia Nuova, auf der Piazza Garibaldi, stehen sich das Rathaus und der Dom, Symbole der politischen und geistigen Macht, gegenüber.

    Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Kirche Santa Maria del Suffragio, in der eine Orgel aus dem Jahr 1788 des berühmten venezianischen Orgelbauers Gaetano Callido und ein Holzkruzifix aus der zweiten Hälfte des 14. Jh. bestaunt werden kann.

    Vom Hauptplatz aus gelangt man durch einen Torbogen auf die Piazza Pisacane, den "kleinen Platz der Kräuter", mit dem alten Fischmarkt, der heute ein beliebter Treffpunkt ist, und der Pietra delle Misure (Steinplatte mit den Maßeinheiten), einer antiken Tafel aus Cervia Vecchia.

    Am Rande des Quadrilatero, auf der Südseite, befindet sich das Stadttheater, ein Beispiel für die kleinstädtische Architektur des 19. Jh., einer Zeit, in der die Oper große Beliebtheit genoss. 

  • Vierte Etappe - Die Saline Camillone Cervia

    Kehrt man zum Kanalhafen zurück und folgt ihm nach Westen in Richtung der an der Adria entlang führenden SS16 (Via Romea) (unter der man dank einer Unterführung hindurchgehen kann), erreicht man leicht das Besucherzentrum der Salinen.

    Von hier aus starten von April bis November geführte Touren zum Entdecken dieser einzigartigen Umgebung von großem naturkundlichen, landschaftlichen und historischen Interesse.

    Die alte Saline von Camillone, die einzige, die nach der Umstellung auf industrielle Produktion übrig geblieben ist, wird noch von Hand mit Holzwerkzeugen betrieben und ist Teil des Salzmuseums.

    Von Juni bis September kann man vom Besucherzentrum aus bei Veranstaltungen der Gruppo Culturale Civiltà Salinara eine Demonstration der Arbeit der Salzarbeiter erleben,

Letzte Aktualisierung 16/04/2026

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