Archäologie in Ravenna

Sieben archäologische Stätten zum Verstehen der Geschichte von Ravenna

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Zwischen dem Ende der Römerzeit und dem Beginn des Mittelalters war Ravenna dreimal Hauptstadt von verschiedenen Reichen. Zahlreiche Zeugnisse aus diesen Jahrhunderten sind in der Stadt noch erhalten und können besichtigt werden.

Jüngste Entdeckungen und neue archäologische Ausgrabungen haben wichtige Details ans Licht gebracht, die unser Wissen über diese ferne Epoche erweitert haben. Sie lassen ein noch reicheres historisches und kulturelles Bild dieser Stadt erkennen als bisher angenommen.

  • web.Dauer
    48 Stunden
  • web.Interessen
    Kunst & Kultur
  • web.Zielgruppe
    Familien,Paare
  • Erste Etappe - Domus der Steinteppiche Ravenna

    Auf halber Höhe der Via Barbiani befindet sich die Kirche Sant'Eufemia, ein kleines Gebäude mit zentralem Grundriss umgeben von herrschaftlichen Wohnhäuser mitten in der Altstadt befindet.

    Der Eingang zum Domus dei Tappeti di Pietra (Domus der Steinteppiche), der bei Arbeiten an einem Parkplatz entdeckt wurde, befindet sich im Innern dieser kleinen Kirche.

    Wenn man an der Rückseite des Gebäudes entlanggeht, kann man auf eine Ebene unter der Straße hinabsteigen und mit wenigen Schritten fast zweitausend Jahre in die Vergangenheit zurückgehen.

    Von den verschiedenen Schichten, die auf dem Gelände entdeckt wurden, hat man sich entschieden, die Überreste des sog. "kleinen byzantinischen Palastes" zu erhalten, ein Gebäudekomplex bestehend aus 14 Räumen und zwei Innenhöfen, der den Kern eines Wohnhauses von wohlhabenden Bügern aus dem 6. Jh. darstellt, von dem wir heute vor allem die prächtigen Mosaikböden bewundern können.

    Dank der höher angelegte Gänge kann man das Innere des Gebäudes begehen, wie es die damaligen Bewohner getan hätten, und den herrlichen Anblick der wunderbaren Muster aus polychromen Mosaiksteinchen aus Marmor bewundern. Sie weisen raffinierte Dekorationen und Geometrien auf, deren prächtigste sicherlich der Tanz der Genien der Jahreszeiten ist, der sich in der großen Empfangshalle befunden haben muss.

  • Zweite Etappe - Nationalmuseum von Ravenna Ravenna

    Nur wenige hundert Meter vom Domus der Steinteppiche entfernt, in einem ehemaligen Benediktinerkloster, befindet sich das Nationalmuseum von Ravenna.

    Das Museum, das seit dem 18. Jh. zum Teil zur Erhaltung von Objekten von historischem und künstlerischem Interesse dient, enthält heute bemerkenswerte und vielfältige Sammlungen, die von der Römerzeit bis zum Barock, von der Renaissance bis zum Spätmittelalter reichen, und vor allem eine bedeutende Auswahl an Objekten und Kunstgegenständen im Zusammenhang mit den 8 UNESCO-Weltkulturerbestätten der Stadt umfassen.

  • Dritte Etappe - Krypta Rasponi und die hängenden Gärten im Provinzpalast Ravenna

    Im Herzen von Ravenna, nur wenige Schritte vom Grab des Dichters Dante Alighieri in der Zona del Silenzio und von den wichtigsten UNESCO-Denkmälern entfernt, befindet sich ein Schmuckstückchen für Augen und Geist.

    Von der Piazza San Francesco aus kann man durch den monumentalen Säulengang die Hängenden Gärten des Palazzo della Provincia betreten, eine bezaubernde mehrstöckige Komposition, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und verändert wurde.

    Auf der ersten Ebene des Gartens, gleich hinter dem herrlichen Brunnen, befindet sich der Eingang zur Krypta Rasponi, die einzige authentische und sichere Erinnerung an den alten Palazzo Rasponi. Sie wurde nie wirklich für die Beisetzung der Toten der Adelsfamilie genutzt. Heute finden hier häufig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst o. ä. statt.

    Die Krypta wird von einem neugotischen Turm überragt, in dem sich die Treppe zu den oberen Stockwerken des Gartens befindet.

    Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick auf den Platz und die Dante-Gedenkstätten.

    Derzeit befindet sich in den Gärten auch das Werk Un alloro per Dante (Ein Lorbeerkranz für Dante), eine Installation, die anlässlich des 700. Todestages des großen Dichters eingeweiht wurde und die von Zeit zu Zeit durch von Besuchern hinzugefügte Blätter bereichert wird.

  • Vierte Etappe - Classis Ravenna - Museum der Stadt und des Territoriums Classe

    Der zweite Tag dieser Reise in die Vergangenheit beginnt etwas außerhalb der Stadt im Bereich des ehemaligen römischen Flottenstützpunkts und Hafens von Classe. Gleich hinter der Basilika Sant'Apollinare in Classe, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, befindet sich in einer ehemaligen Zuckerfabrik seit einigen Jahren das Museum Classis Ravenna - Museum der Stadt und des Territoriums.

    Eine Zeitleiste führt den Besucher anhand zahlreicher Exponate, Bilder, 3D-Rekonstruktionen und Filme durch die verschiedenen Etappen der Entwicklung des Gebiets von Ravenna, von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter.

    Die Erzählung ist nicht immer linear und umfasst auch einige Exkurse über die multiethnische Dimension der heutigen Stadt sowie über die Beziehung zwischen der Stadt und dem Meer und zwischen dem Museum selbst und seinem Gebäudekomplex. Das Museum Classis ist eine der prestigeträchtigen Etappen des umfassenderen historisch-kulturellen Projekts des Archäologie-Parks von Classe.

  • Fünfte Etappe - Antiker Hafen von Classe Ravenna

    Auf dem Rückweg nach Ravenna, kurz bevor man die Brücke über die Fiumi Uniti (Vereinigten Flüsse) überquert, hat man Zugang zu dem herrlichen archäologischen Gebiet des antiken Hafens von Classe.

    Dank der Verlegung der Hauptstadt des Westreiches von Mailand nach Ravenna (402-403 n. Chr.) wurde Classe zu einem der wichtigsten Häfen und Handelszentren der römischen Welt und erlebte mehrere Jahrhunderte großer Expansion und Pracht.

    Von dieser glorreichen Epoche sind heute noch wichtige Fragmente erhalten, die auf einer Fläche von etwa 10 000 Quadratmetern angeordnet sind und unabhängig oder in Begleitung eines spezialisierten Führers besichtigt werden können.

    Anhand von Schautafeln kann man den Ort so sehen, wie er einst ausgesehen haben muss, und die gepflasterten Straßen, Häfen, Lagerhäuser, religiösen und öffentlichen Gebäude in das Gesamtbild einordnen. So kann man eine Vorstellung davon bekommen, wie dieser Ort, dessen Geheimnisse noch weitgehend unter der Erde verborgen sind, ausgesehen haben könnte.

  • Sechste Etappe - Theoderichs Palast Ravenna

    Der Ostgotenkönig Theoderich hatte einen majestätischen Palast, der sich ungefähr in diesem Gebiet befand, als Ravenna die Hauptstadt seines Königreichs war. Diese Tatsache wird durch zahlreiche Quellen sowie durch die Mosaiken im Kirchenschiff der nahe gelegenen Basilika Sant'Apollinare Nuovo belegt.

    Handelt es sich also um diesen Palast? Oder ist es wahrscheinlicher, dass es sich um die Überreste des Wachhauses des Palastes selbst, einer Kirche oder einer privaten Villa handelt?

    Die Wechselfälle des sog. Palastes von Theoderich erinnern uns einmal mehr daran, dass die Geschichte oft komplexer ist als die Traditionen es überliefern.

    Von diesem faszinierenden Gebäude, dem einzigen Überbleibsel aus dem 8. Jh., kann man heute eine der Fassaden mit der Vorhalle und einige Fundamente des Hauptgebäudekörpers sehen. Im ersten Stock des Palastes ist außerdem eine Auswahl von Bodenmosaiken ausgestellt, die bei archäologischen Ausgrabungen in der ersten Hälfte des 20. Jh. gefunden wurden und aus verschiedenen Gebäuden aus der Ostgotenzeit in der Umgebung stammen.

Letzte Aktualisierung 19/01/2026

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Redaktion Ravenna

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