Zwischen Canyons und "Calanchi" im Apennin von Reggio Emilia

Auf Endeckungstour der besonderen Geologie des Apennins von Reggio Emilia

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Die Landschaft des Apennins von Reggio Emilia bietet dank ihrer vielfältigen Geologie, bestehend aus Lehm, mondlanschaftsähnlichen "Calanchi", Gipsgestein, Sandstein und Ophioliten ein sehr abwechslungsreiches Panorama.

Hier ein paar Tipps für eine 2-tägige Entdeckungstour  zu den schönsten geologischen Erscheinungen der Region, die Teil eines Systems von Parks und Schutzgebieten auf regionaler und europäischer Ebene sind.

Es handelt sich um ganz besondere Orte mit Formationen, die an die berühmteren Formationen anderer Kontinente wie Afrika oder Südamerika erinnern.

  • web.Dauer
    48 Stunden
  • web.Interessen
    Natur & Outdoor
  • web.Zielgruppe
    Alle
  • Erster Etappe - Baiso: Calanchi und bunter Lehm Baiso

    Das Gebiet der Gemeinde Baiso in den Hügeln hinter Reggio Emilia zeichnet sich durch jede Menge mondlandschaftsähnliche "Calanchi" aus verschiedenfarbigen Lehmschichten aus, die diese Landschaft einzigartig machen. Der Hauptort selbst sieht aus wie eine lange Reihe von Häusern, die am Rande eines riesigen Amphitheaters aus "Calanchi" gebaut wurden.
    Baiso ist von Reggio Emilia, dem Secchia-Tal und der Ebene von Modena aus leicht zu erreichen.

    Die "Calanchi" sind das Ergebnis der Erosion von Lehmschichten, die sich hier vor sehr langer Zeit, in der Jura- und Kreidezeit (vor 65 Millionen Jahren), in diesen Gebieten abgelagert haben.
    Zu den berühmtesten und meistfotografierten gehören die in der Nähe des kleinen Dorfes Casale, nördlich von Baiso, deren Farben von gelb über rosa und braun bis grün reichen.

  • Zweite Etappe - Das triassische Kreidetal Castelnovo ne' Monti

    Nach der Besichtigung von Baiso geht es weiter nach Castelnovo ne'Monti, wo man in etwa 30 Minuten mit dem Auto die Pietra di Bismantova und das Tal der Trias-Gipse des Secchia-Flusses bewundern kann.
    Die Pietra di Bismantova ist ein großes Sandsteinmassiv, das schon von weitem sichtbar ist; ihr isoliertes, schiffsförmiges Profil prägt die gesamte umliegende Landschaft. Sie ist der berühmteste Ort in diesem Gebiet, nicht nur, weil sie eine unverwechselbare Formation ist, sondern auch wegen der Verbindung zwischen dem Dichter Dante Alighieri und der Pietra di Bismantova, die in der Göttlichen Komödie beschrieben wird.

    Nicht weit davon entfernt, in dem von den Wassern des Secchia-Flusses geformten Tal, befinden sich die Gipse aus der Triaszeit.
    Gipsaufschlüsse aus der Triaszeit sind in Italien eine echte Seltenheit: Sie sind nur auf 1 % des Staatsgebiets zu finden.
    Sie sind von weißer oder hellgrauer Farbe und weisen kristalline Formationen auf. Die Schichten bilden verschlungene Muster, Dolinen und Höhlen, die von den tektonischen Bewegungen erzeugt wurden, denen sie im Laufe der Zeit unterworfen waren, d.h. ab der als Trias bekannten Periode, in der sie vor über 200 Millionen Jahren entstanden sind.

    An dieser Stelle empfiehlt es sich, in einem der Restaurants in Felina, Castelnovo ne'Monti, Villa Minozzo oder in der näheren Umgebung abendzuessen, zu übernachten und am nächsten Tag aufzubrechen, um weitere interessante geologische Stätten zu entdecken.

  • Dritte Etappe - Die Lehmvulkane von Atticola Vetto

    Der zweite Tag führt uns in die Nähe von Vetto, zu einem kleinen malerischen Canyon in der Nähe der Häuser des Dorfes Atticola, am gleichnamigen Bach, einem Nebenfluss der Enza.

    Hier können wir durch eine faszinierende Landschaft wandern, die uns an einen fremden Planeten oder einen der berühmten Canyons in Amerika erinnert: Der Canyon besteht aus einer Reihe kleiner Vulkankegel, die nur wenige Meter hoch sind und aus Aufschlüssen aus eisenhaltigem, rot und weiß gefärbtem Lehm bestehen, die fast wie Skulpturen aussehen.

    Anschließend kehren wir nach Vetto zurück und fahren auf der SP513r das Tal hinunter nach Ciano d'Enza.

  • Vierte Etappe - Die Calanchi von Canossa Canossa

    Zwischen den Burgen von Rossena und Canossa liegt ein Gebiet, das von mondlandschaftsähnlichen "" geprägt ist: das Calanchi-Amphitheater des Rio Vico, das die Landschaft zwischen diesen beiden mittelalterlichen Festungen im Enza-Tal, die auf Sandsteinen aus dem Miozän errichtet wurden, zu etwas ganz Besonderem macht.

    Beim Fahren auf den Straßen in dieser herrlichen Landschaft oder beim Schweifenlassen des Blicks von diesen Burgen wird das Panorama durch den Anblick der Calanchi noch unvergesslicher.

    Die Calanchi, tiefe, dunkle Furchen im Boden, sind das Ergebnis der Auswaschung durch Regenwasser auf verwitterten Lehmfelsen, die nur spärlich bewachsen und daher entlang der Flanken von Bergen oder Hügeln kaum vor Erosion geschützt sind. Im Dialekt werden sie auch als "magere Pferde" bezeichnet, weil sie einem Tier ähneln, dessen Rippen aufgrund seiner Ausgezehrtheit sichtbar sind

    Gerade das Vorhandensein dieser unterschiedlichen Gesteinsformationen hat dazu geführt, dass das Gebiet heute ein geschützter GeoSite im Rahmen des Systems der Regionalparks im Zentralgebiet der Emilia ist.

    Noch voll von den wunderbaren Eindrücken dieser herrlichen Landschaft beenden wir unsere Tour am besten bei Tisch.

    Es gibt mehrere Restaurants mit Blick auf die "Calanchi" und die Burgen von Canossa, in denen man traditionelle Gerichte und leckere Spezialitäten genießen kann.

Letzte Aktualisierung 13/01/2026

Für weitere Infos

Redaktion Appennino Reggiano

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Castelnovo ne' Monti e Appennino reggiano - Ufficio Informazioni e Accoglienza Turistica (IAT)
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