Die Grotten von Onferno und ihr Naturschutzgebiet

Eine Entdeckungsreise in das UNESCO-Welterbe

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Versteckt in den Hügeln des Hinterlandes der Romagna bieten die Grotten von Onferno und das sie umgebende Naturschutzgebiet eine einzigartige Möglichkeit zum Entdecken eines geheimnisvollen Orts im Herzen der Natur und der Geschichte.

Dieser verwunschene Winkel in der Nähe von Gemmano in der Provinz Rimini ist ein unverzichtbares Ziel für alle, die die Natur- und Kulturschätze der Region entdecken möchten.

Denn hier finden Sie eine nahezu unberührte Natur, die eine seltene und einzigartige Flora und Fauna hervorbringt, sowie eine Geologie, die eng mit den Gipsaufschlüssen und "Calanchi" (stark zerfurchte Erosionslandschaft) verbunden ist

Außer diesen ganz besonderen Höhlen gibt es hier auf den verschiedenen markierten Wegen jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge und Natur- und Landschaftsbeobachtungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar zu Pferd.

Seit Kurzem gibt es einen Grund mehr, diese Orte zu besuchen. Die Grotten von Onferno wurden von der UNESCO aufgrund  ihrer Einzigartigkeit und ihrer weltweiten Bedeutungsrelevanz offiziell als Weltnaturerbe anerkannt.

  • web.Dauer
    24 Stunden
  • web.Interessen
    Natur & Outdoor
  • web.Zielgruppe
    Alle
  • Erste Etappe - Die Grotten von Onferno Gemmano

    Die erste Etappe des Ausflugs ist der Besuch der Grotten von Onferno, ein Karstkomplex, der sich über 800 Meter erstreckt und einen wahren Abstieg ins Innere der Erde darstellt, um Gipskristallformationen und riesige Fledermauskolonien zu bewundern.

    Die Höhlen wurden im Laufe der Jahrtausende vom Wasser eines Baches ausgehöhlt und verlaufen durch einen einzigartigen Gipsfelsen, auf dem sich einst der Ort "Castrum Inferni" befand, heute ein kleines Dorf mit einem geschlossenen Hof, von dessen kleinem Platz aus man einen herrlichen Blick auf San Marino im Hintergrund, das Conca-Tal und Sassofeltrio genießen kann.

    Die Atmosphäre im Inneren dieser Höhlen, voller Geheimnisse und Charme, fesselt jeden, der sich hineinwagt.

    Der Abstieg über die Stufen im Wald ist ein einzigartiges Erlebnis von Licht und Schatten, großen und kleinen Räumen, Wasserläufen und viel Stille.

    Unter der Führung erfahrener Höhlenforscher erkunden die Besucher faszinierende Räume und geheimnisvolle Gänge, u. a. die wunderschöne Sala Quarina, die mit riesigen, kegelförmigen Gipsauswüchsen an der Decke geschmückt ist und zu den größten ihrer Art in Europa zählt.

    Dieser Raum ist auch das Sommerquartier für Tausende von Fledermäusen (weshalb er nur im Winter und zu bestimmten Zeiten besichtigt werden kann), die hier die eigentlichen Gastgeber sind: Es gibt über 6000 von ihnen, die mindestens sechs verschiedenen Arten angehören!

    Die Besichtigungen werden immer zusammen mit einem Höhlenführer durchgeführt, und jede Jahreszeit hat ihre eigenen Besonderheiten und Charakteristika. Wir empfehlen bequeme Kleidung und vor allem eine wasserdichte Jacke, auch im Sommer, denn die Temperatur in den Höhlen beträgt das ganze Jahr über etwa 12 Grad Celsius.

  • Zweite Stufe - Das Naturschutzgebiet Gemmano

    Neben den Höhlen ist auch das umliegende Gebiet im Rahmen des Naturschutzgebiets Onferno geschützt.

    Aufgrund seiner besonderen Merkmale ist es ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) und Teil des Netzes Natura 2000, des europäischen Netzwerks zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.

    Diese Schatztruhe der biologischen Vielfalt erstreckt sich über 274 Hektar im Conca-Tal und beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, von denen einige selten und geschützt sind. Besonders interessant sind die Stachelschweine und Rehe, die sich in einigen Bereichen dieser Landschaft wieder angesiedelt haben.

    Die Besucher können auf Pfaden durch die Vegetation wandern und viele Vogelarten, Schmetterlinge und kleine Säugetiere beobachten.

    Das Zentrum des Naturschutzgebiets befindet sich in der alten Pfarrkirche Santa Colomba, die während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt und später restauriert wurde und jetzt als Besucherzentrum und Naturmuseum genutzt wird.

    Im Naturmuseum werden die Besonderheiten des Reservats aufgezeigt, insbesondere aus geologischer Sicht, sowie Beispiele von Vögeln, Reptilien und Säugetieren, die in dieser Umgebung leben. Außerdem sind auch einige archäologische Funde aus dieser Gegend ausgestellt.

    Sehenswert ist auch das interessante multifunktionale Multimedia-Museum sowie der Botanische Garten mit seinen Wegen zum Entdecken von Wildpflanzen und riesigen jahrhundertealte Eichen.

    Von den verschiedenen Wanderwegen, die durch das Naturschutzgebiet führen, empfehlen wir den "Grande Anello CAI 011", eine Tour von etwa 3 Stunden, die das gesamte Gebiet umfasst.

    Die Wanderung führt an ihrem höchsten Punkt zur Ripa della Morte 
    (532 m ü.d.M.), zu den "Calanchi" in der Nähe und zu den herrlichen Eichenwäldern, die eine Flora und Fauna mit ausgeprägt mediterranem Charakter aufweisen.

Letzte Aktualisierung 10/08/2026

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