Der Apennin bei Reggio Emilia ist eine wunderschöne Gegend, sowohl landschaftlich als auch historisch und kulinarisch. Weitab von den Routen des Massentourismus lässt sich dieses Gebiet auch bestens mit dem Wohnmobil erkunden, und zwar ganz gemächlich, d. h. wann immer wir Lust haben, unterwegs anzuhalten, können wir die herrlichen Aussichten genießen.
Nicht umsonst gibt es hier verschiedene Naturschutzgebiete, wie das Netz der Regionalparks der mittleren Emilia und den Nationalpark des toskanisch-emilianischen Apennins.
Machen Sie sich bereit für ein unvergessliches Abenteuer und genießen Sie die Berge, mittelalterlichen Dörfer und kulinarischen Köstlichkeiten.
Das erste Ziel unserer Tour durch die Hügel des Enza-Tals ist die Stadt Canossa.
Dieser Name erinnert an eine alte Geschichte und bezeichnet heute eine ganze Gemeinde mit der gleichnamigen Burg in ihrem Zentrum, die im Mittelalter im Mittelpunkt der komplexen Ereignisse stand, an denen die Gräfin Mathilde von Canossa, der Papst und der Kaiser während der Zeit des "Investiturstreits" beteiligt waren.
Der Wohnmobilstellplatz befindet sich in der Ortschaft Vico, in der Nähe von Ciano d'Enza und ist von der Provinzstraße 513 aus leicht zu erreichen. Es gibt zwei Wohnmobilstellplätze mit 220/230-Volt-Steckdose, Wasseranschluss, Entsorgungsstation (Grauwasserabfluss mit Gitter im Boden und WC-Entsorgung), WLAN-Netz vorhanden. Außerdem gibt es einen Picknickplatz und Spielgeräte für Kinder. Der Service ist kostenlos.
Von hier aus können Sie sich entscheiden, ob Sie mit dem Wohnmobil, zu Fuß oder mit dem Mountainbike aufbrechen wollen, um die mittelalterlichen Burgen und Dörfer inmitten der Felder und Weinberge dieser herrlichen Gegend zu entdecken.
Die Burgen von Canossa und Rossena sind zwei unverzichtbare Stationen, aber es lohnt sich auch, die kleinen Dörfer zu erkunden, u. a. Votigno, das als Sitz des "Tibet-Hauses" bekannt ist.
Durch dieses Gebiet führen auch die "Via Matildica del Volto Santo" und der "Sentiero dei Ducati", zwei Wanderwege in der Emilia-Romagna von großem historischen und landschaftlichen Wert.
Wenn Sie die kulinarischen Traditionen lieben, sollten Sie sich ein gutes typisches Essen in einem der zahlreichen Restaurants der Region zu Gemüte führen.
Wenn Sie das Enza-Tal weiter hinauffahren und in Castelnovo ne' Monti ankommen, wartet auch fort ein Wohnmobilstellplatz auf Sie: in der Via dei Partigiani, in der Nähe des Ausstellungszentrums der Stadt. Von hier aus kann man einen atemberaubenden Blick auf die "Pietra di Bismantova" und die höchsten Gipfel des Apennins der Provinz Reggio Emilia genießen.
Der Stellplatz ist kostenlos und bietet folgende Serviceleistungen: Camper-Service, kostenlose Wasserversorgung, Parkplatz und kleiner Picknickplatz.
Von hier aus kann man die faszinierende "Pietra di Bismantova" schnell erreichen, eines der beliebtesten Ausflugsziele der Gegend, das sich durch seine imposante Masse von der Umgebung abhebt.
Dieser Ort ist nicht nur wegen seiner Naturschönheiten, sondern auch wegen seiner Erwähnung bei Dante Alighieri in seiner "Göttlichen Komödie" berühmt: Einige behaupten, er habe ihm die Inspiration für den Berg des Fegefeuers geliefert.
Wohnmobile können auch auf dem Parkplatz am Fuße der Pietra (Piazzale Dante Alighieri - reiner Parkplatz ohne Camper-Service) parken und dann auf den verschiedenen markierten CAI-Wegen zum Gipfel aufsteigen.
Der letzte Halt auf dieser Tour führt uns nach Carpineti, etwa 20 Minuten von Castelnovo ne' Monti entfernt. An der Straße entlang der Talsohle des Baches Tresinaro gibt es einen Parkplatz in der Nähe der Mittelschule in der Via Crispi, mit einem modernen Wohnmobilservice und einer Stromanschluss-Säule.
Carpineti ist ein Dorf mit uralten Wurzeln in der italienischen Geschichte. Insbesondere seine mittelalterliche Burg (Castello delle Carpinete) thront über der Landschaft und bietet einen traumhaften Blick auf die umliegenden Täler.
Es handelt sich um eine der beliebtesten Burgen im Herrschaftsgebiet der mächtigen Markgräfin Mathilde von Canossa, die sie damals als bevorzugten Sitz auswählte, um Päpste, Kaiser, Könige und Herzöge zu beherbergen, während sie Vereinbarungen über das Schicksal Italiens trafen.
Die Burg ist heute nicht mehr in ihrer ursprünglichen Architektur erhalten. Denn aufgrund der Bombenangriffe im 2. Weltkrieg wurde sie stark beschädigt und nie wieder vollständig wiederaufgebaut. Doch sie kann fast das ganze Jahr über (außer in den Wintermonaten) besichtigt werden.
Zu dem Komplex gehören auch die Kirche Sant'Andrea und einige alte Gebäude, in denen heute ein Restaurant untergebracht ist.