Piacenza mit dem Fahrrad

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Ein flaches Gebiet mit leichten Steigungen, befahrbare Stadtmauern und Dämme und eine verkehrsberuhigte Altstadt: Das ist Piacenza, eine Stadt zum Entdecken und Besichtigen mit dem Rad.

Die Tour sieht vor, am Vormittag in der Altstadt von einer Kirche zur anderen zu radeln, danach eine Fahrt an der Stadtmauer entlang zu machen und am Nachmittag auf den Dämmen am Po entlang weiterzufahren, um die Rundfahrt mit einem Besuch in Santa Maria di Campagna am Rande der Stadtmauern zu beenden.

  • web.Dauer
    24 Stunden
  • web.Interessen
    Kunst & Kultur
  • web.Zielgruppe
    Freunde/Alleine,Paare
  • Erste Etappe - Palazzo Farnese Piacenza

    Wir schwingen uns auf den Sattel und beginnen unsere Radtour auf der Nordseite der Stadt an der Viale Risorgimento, die vom Monumento dei Pontieri in Richtung Stadtzentrum führt. Auf der rechten Seite befindet sich der Campo Arena Daturi, der von dem imposanten Palazzo Farnese dominiert wird.

    Der Palazzo Farnese, in dem heute die Musei Civici (städtischen Museen) untergebracht sind, war ursprünglich die herzögliche Residenz der Familie Farnese und wurde auf den Überresten einer Militärzitadelle aus der Zeit der Visconti errichtet.

    Wenn man heute von Süden (Piazza Cittadella) auf den Palast blickt, kann man noch die beiden unterschiedlichen Strukturen erkennen: im Westen den Graben und den runden Turm der Visconti-Festung, im Osten die Tympanon-Fenster und die raffinierten Verzierungen aus weißem Stein des Renaissance-Palastes.

    Kuriositäten

    Beim Durchschreiten des Hofes wird deutlich, dass das unvollendete Projekt eine Art Ampitheater vorsah: Das ist an einer gebogenen Mauer zu erkennen.
    Am Ende des Hofes befinden sich einige Säulen, die an das ehrgeizige Projekt von Jacopo Barozzi, bekannt als Vignola, für die Herzöge von Parma und Piacenza erinnern.

  • Zweite Etappe - Oratorium des hl. Christophorus Piacenza

    Von der Piazza Cittadella kehren wir auf die Hauptstraße zurück und biegen gleich nach dem Institut Romagnosi links in die Via Gregorio X. ein. Diese schmale Straße führt in das Straßennetz der Altstadt, das noch heute demselben Verlauf wie in der Römerzeit folgt.

    Nach wenigen Metern stößt man auf ein auffälliges Gebäude, dessen Fassade wie eine überraschende Kulisse den rechten Winkel der Kreuzung durchbricht. Es handelt sich um das Oratorium des Heiligen Christophorus, das nach dem Namen der Kongregation, die es betrieb, auch als Oratorium des Todes bekannt ist. Es handelt sich um ein Gebäude aus dem späten 17. Jh., das vom Hofarchitekten Valmagini entworfen und im Innern von den berühmtesten Bühnenbildnern der damaligen Zeit, der Familie Bibiena, ausgestattet wurde.

    Wenn man die Via Gregorio X weiterfährt, sieht man auf der linken Seite eine ehemalige Jesuitenkirche, in der heute ein Theater untergebracht ist. An der Kreuzung mit der Via Melchiorre Gioia befindet sich eine Tafel, die auf das Haus von Melchiorre Gioia hinweist, der eine der Hauptfiguren der Risorgimento-Bewegung in Piacenza war.

  • Dritte Etappe - Pfarrei der Heiligen Drei Bischöfe Piacenza

    Am Ende der Via Gregorio X gelangt man auf einen freien Platz, der vom Gerichtsgebäude überragt wird, das sich in dem Palast befindet, der einst der Familie Landi gehörte. Gegenüber befindet sich der Sitz der Staatsanwaltschaft, hinter dessen Toren sich der Palazzo Madama, ein Gebäude aus der Zeit der Farnese im 17. Jh., erhebt.

    Gleich daneben kann man die imposante Fassade der entweihten Kirche San Lorenzo aus dem 14. Jh. bewundern, die vom Bettelorden der Augustiner gegründet wurde.

    Die Via del Consiglio endet mit der Kirche Sant'Eustachio (Pfarrei der Heiligen Drei Bischöfe), die von den Orthodoxen genutzt wird.

  • Vierte Etappe - Piazza del Duomo Piacenza

    Wenn man die Via del Consiglio verlässt und die Via Legnano weitergeht (zu Fuß, gegen den Verkehr), gelangt man zur Piazza del Duomo. Hier steht der Dom von Piacenza, der ab 1122 erbaut wurde und Santa Maria Assunta und Santa Giustina geweiht ist.

    Von außen ist es interessant, sich die Seitenportale mit ihren Telamonen und Architraven anzuschauen, die von der Ankunft Christi erzählen. Ein Detail, das die Neugierde weckt, ist der Käfig, der am Glockenturm hängt. Bei ihm handelt es sich um eine Warnung, die Ludovico il Moro 1495 anordnete: Jeder, der ein Verbrechen beging, würde dort eingesperrt werden.

    Im Dom fallen die in die Säulen eingelassenen Tafeln zu Ehren der Zünfte auf, die den Bau der Kirche finanzierten, und die Kuppel mit ihre Fresken von Guercino.

  • Fünfte Etappe - Basilika San Savino Piacenza

    Wenn Sie in die Via Legnano zurückkehren und dann links in die Via Roma einbiegen, gelangen Sie zu den Merluzzo-Gärten, deren Namen (Merluzzo bedeutet Kabeljau) auf ihre Form zurückgehen; am Ende der Grünanlage befindet sich der Eingang zur mittelalterlichen Basilika San Savino.

    Sehenswert sind das mittelalterliche Mosaik in der Krypta, das Mosaik auf dem Altar und das hölzerne Kruzifix .

  • Sechste Etappe - Basilika Sant'Antonino Piacenza

    Wenn man in die Via Roma zurückkehrt und erneut die Piazza Duomo und die Via Chiapponi passiert, gelangt man zur Basilika Sant'Antonino, die dem Schutzpatron der Stadt, dem heiligen Antonius, geweiht ist.

    Nur wenige Schritte entfernt, in der Via Giuseppe Verdi, befindet sich das Stadttheater, das der Mailänder Scala nachempfunden ist.

  • Siebte Etappe - Farnesische Stadtmauer Piacenza

    Von der Piazza Sant'Antonino aus fahren Sie die Via Giordani in Richtung Süden (vorbei an der Ampel, an der Sie auch anhalten können, um die entweihte Kirche Sant'Agostino zu bewundern, in der heute eine Kunstgalerie und ein Restaurant untergebracht sind) und dann den Berg hinauf. Dort biegen Sie links ab.

    So kommen Sie in die von Bäumen gesäumte Viale Pubblico Passeggio (von den Einwohnern von Piacenza Facsal genannt), die entlang des südlichen Teils der alten Stadtmauer von Piacenza verläuft.

    Am Ende des Weges, auf der Höhe des Spielplatzes, biegen wir rechts ab und nehmen nach wenigen Metern den Radweg, wobei wir uns immer rechts halten, um die Stadtmauer von unten zu bewundern.

    Dann geht es die Via Alberici hinauf, um zur Piazza Sant'Antonino zurückzukehren.

  • Achte Etappe - Postgebäude Piacenza

    Wenn man von der Piazza Sant'Antonino kommt und die Kirche rechts liegen lässt, gelangt man in die Via Sant'Antonino und wird von einem Palazzo mit einer Quadersteinfassade empfangen, die der des Palazzo dei Diamanti in Ferrara ähnelt.

    Dieses heutige Postgebäude wurde ursprünglich als Bankgebäude errichtet. Neben dem Haupteingang sollte man unbedingt anhalten und nach der steinernen Eidechse Ausschau halten, die auf einem der "Diamanten" eingemeißelt ist und bei den Einwohnern von Piacenza als Glücksbringer gilt.

  • Neunte Etappe - Piazza Cavalli Piacenza

    Wir radeln weiter auf der Via Sant'Antonino bis zum Ende und kommen rechts zum Largo Battisti und dann zur Piazza Cavalli.

    Wir befinden uns im Herzen der Stadt, wo wir den Blick auf die Reiterdenkmäler von Ranuccio und Alessandro Farnese, den Palazzo Gotico und die Kirche San Francesco richten und sie bewundern können. Es empfiehlt sich, eine Pause einzulegen und einen Ort zum Mittagessen zu suchen. In der Umgebung gibt es zahlreiche Bars, Restaurants, Trattorien und typische Osterien.

  • Zehnte Etappe - Am Po-Ufer entlang auf der Via del Pontiere Piacenza

    Nach dem Mittagessen ist es an der Zeit, wieder aufs Fahrrad zu steigen und in den nördlichen Teil der Stadt zu fahren.

    Wir nehmen die Via Cavour, die dann in die Viale Risorgimento übergeht, bis zum Monumento al Pontiere (Denkmal des Brückenbauers). Wir fahren daran vorbei weiter auf dem Radweg über die Po-Brücke und nach wenigen Metern rechts hinunter, um auf die Via del Pontiere zu gelangen.

    Diese führt am Po-Ufer entlang und lädt zur einer gemütlichen Fahrt über mehrere Kilometer ein.

  • Elfte Etappe - Bastion der Porta Borghetto Piacenza

    Wenn Sie auf demselben Weg zurückfahren, biegen Sie von der Via del Pontiere an der Kreuzung rechts ab und fahren bergab. Von der Unterführung geht es dann wieder bergauf in die Stadt hinauf.

    Nachdem Sie den Kreisverkehr der Via XXI Aprile überquert haben, sehen Sie ein Tor, durch das Sie durch die Stadtmauer fahren können. Danach geht es nach rechts in die Via Maculani, vorbei an der Bastion der Porta Borghetto.

  • Zwölfte Etappe - Santa Maria di Campagna Piacenza

    Fährt man die gesamte Via Maculani entlang, die in Richtung Westen in die Via Tramello übergeht, erreicht man die Basilika Santa Maria di Campagna.

    Das heutige Gebäude, das auf der Grabstätte christlicher Märtyrer aus dem 4. Jh. n. Chr. und auf den Überresten früherer Gotteshäuser errichtet wurde, stammt aus den ersten Jahrzehnten des 16. Jh.

    Der Architekt Alessio Tramello aus Piacenza hat hier ab 1522 sein wichtigstes Werk erstellt, einen von Bramante inspirierten architektonischen Entwurf: ein Gebäude in Form eines griechischen Kreuzes, bereichert durch Eckkapellen, die eine Verbindung zwischen den Armen schaffen.

    Das Innere wurde von Giovanni Antonio de Sacchis, genannt Pordenone, mit Fresken ausgestattet, die der Basilika ein manieristisches Aussehen verleihen. Hinter dem Altar erinnert eine Inschrift daran, dass Isabella Farnese hier mit dem Herzen ihres Bruders Francesco begraben ist.

    Die Basilika überblickt die Piazza delle Crociate, den Platz, an dem Papst Urban II. 1095 den ersten Kreuzzug ankündigte, zu dem er später in Clermont-Ferrand offiziell aufrief.

Letzte Aktualisierung 10/02/2026

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